“Fit durch Sport und Bildung” Neu gestartetes Projekt

Wir haben neuerdings das Projekt „Fit durch Sport und Bildung“ in unserem Angebot, das Kinder mit Migrationshintergrund im Grundschulalter in der Entwicklung durch Sport und Bildung fördern soll. Unsere Sportaktivitäten bieten wir immer mittwochs von 16 bis 18 Uhr im Böcking Park an. Dazu zählen vor allem Fußball, Basketball und Tischtennis, aber auch kleine andere Spiele, die das soziale Miteinander und die Persönlichkeitsentwicklung fördern sollen.

Außerdem bieten wir im Rahmen des Projektes zwei außerschulische Bildungscamps an, wovon jeweils eins in den Sommer- und eines in den Herbstferien stattfinden soll.

Des Weiteren werden Ausflüge zu unterschiedlichen kulturellen und sportlichen Einrichtungen Teil der Aktivitäten des Projekts sein, um den Kindern ebenfalls vermehrt eine Teilhabe am gesellschaftlich-kulturellen Leben zu ermöglichen

Wir möchten ein Output-Ziel von 12 Teilnehmern erreichen. Ein weiteres Ziel ist die Teilnahme an mindestens fünf kulturellen Aktivitäten mit der Gruppe durchzuführen (z.B. Zoo, Theater, Museum, etc,), sowie eine Verbesserung der Bildung im Bereich Sprache und Allgemeinwissen durch die spezifischen Camps in den Ferien zu erreichen.

Dadurch soll schrittweise eine Chancengleichstellung und die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund stattfinden, welche durch die geringe Teilhabe / Mitgliedschaft in traditionellen Vereinen und öffentlichen Einrichtungen in den letzten Jahren im Raum Köln vernachlässigt wurde.

Das Projekt wird von der LVR (Landschaftsverband Rheinland) gefördert und ist daher kostenfrei für alle Teilnehmer.

Projektbeschreibung Kick-Off

Am Mittwoch, den 24. Juli, begann unser Projekt „Fit durch Sport und Bildung“ im Böcking Park in Köln-Mülheim. Es sollte ein sehr warmer Tag werden, sodass wir in unser Vorabplanung beschlossen, den Fokus auf das gemeinsame erste Treffen der Teilnehmer und Honorarkräfte bei einem netten Picknick zu legen. Es wurde gegrillt und für Erfrischungen für die Kinder gesorgt. So konnte man sich in entspannter Atmosphäre kennenlernen und die geplanten Projektaktivitäten bereden. Es schlossen sich auch weitere Kinder und Bekannte der Veranstaltung an, sodass es ein sehr nettes Beisammensein war.

Zwischendurch wurde ebenfalls Fußball und Basketball gespielt und die Kinder wurden nach ihren Erwartungen und Wünschen für die nächsten Wochen und Monaten befragt.

Ab der kommenden Woche geht es richtig los und die Kinder werden registriert, damit wir einen festen Kern haben. Trotzdem können gerne auch andere Kinder abgesehen der 12 festen Teilnehmern an unseren Aktivitäten teilhaben.

„Von der Schule zum Beruf – Ein Projekt zur Stärkung der Persönlichkeit im Übergang von der Schule zum Beruf“

Das Projekt „Von der Schule zum Beruf“, welches im August 2018 startete, richtet sich an alle Jugendlichen, die auf der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz sind. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf benachteiligten Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

Wir freuen uns aber über jeden Jugendlichen, dem wir auf dem meist etwas holprigen Weg in eine Ausbildung behilflich sein können. Gerade bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund bestehen oft erhebliche Informationsdefizite und fehlt eine individuelle Unterstützung in der Gesellschaft und/oder Familie. Um den Übergang von der Schule zum Beruf zu erleichtern bieten wir Jugendlichen die Möglichkeit sich mit unserer Unterstützung eine geeignete Berufsperspektive aufzubauen und sich für eine passende Ausbildung zu bewerben. Gefördert wird das Projekt von der Rhein Energie Stiftung.

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Ziel unseres Projektes ist es Jugendlichen zu einem Ausbildungs- und/oder Praktikumsplatz zu verhelfen. Durch eine individuelle Förderung, einer intensiven Beschäftigung mit dem Thema Berufseignung sowie einer Umfassenden Unterstützung während des gesamten Bewerbungsprozesses, werden die Chancen für die Vermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt enorm erhöht.

Das Projekt umfasst dabei Maßnahmen zur Stärkung der Persönlichkeit, zur persönlichen Potentialanalyse, zur Perspektivenentwicklung, zur aktiven Suche nach freien Ausbildungsplätzen sowie Maßnahmen zum erstellen von Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben, Motivationsschreiben…).

Außerdem bieten wir den Jugendlichen individuelle Hilfestellungen zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche an. Dazu unterstützen wir sie bei  der Recherche über den Beruf und Betrieb und fördern ein selbstsicheres Auftreten.

Dezember-Januar: Persönlichkeitsstärkung, Bedarfsklärung & Interessenfindung

Die Treffen mit den Jugendlichen erfolgen im Normalfall ein Mal die Woche (momentan Montags), in den Räumlichkeiten der JHA in Porz. Im Dezember und Januar haben wir unseren Fokus auf die Bedarfsklärung und Interessensfindung gelegt, so dass die Jugendlichen sich nun einen genaueren Plan zu Recht gelegt haben, wann und wo sie sich gerne bewerben möchten. Einige Teilnehmer/innen hatten bereits klare Vorstellungen von ihrer Berufsorientierung und andere eher weniger. So wurde vorab mit jedem/jeder Jugendlichen besprochen wo er gerade steht und was für Interessen er mitbringt. Dafür wurden vor allem bereits absolvierte Praktika in den Blick genommen und daraufhin reflektiert, ob diese Berufsfelder einer Option für eine Ausbildung sein könnten. Gerade bei den Jugendlichen, die sich noch unklar darüber sind in welchem Bereich sie gerne arbeiten würden, wurde eine intensivere Interessensfindung durchgeführt. Zudem haben wir eine Stärken-Schwächen-Analyse durchgeführt, die den Jugendlichen Selbstvertrauen gibt und Ihnen eine selbstbewusste Darstellung ihres Könnens ermöglicht. Die Herausarbeitung der Stärken wurde später auch im Anschreiben oder Motivationsschreiben der Bewerbungen verwendet und hilft den Jugendlichen sich selbst besser einzuschätzen und sich in Vorstellungsgesprächen adäquat darzustellen.

Januar: Aktives anschauen spezifischer Berufe

In den wöchentlichen Treffen wurden außerdem allgemeine Fragen zu Berufsbildern besprochen und in der Gruppe diskutiert. Hierbei sollten die Teilnehmer ebenfalls äußern, welche Unterstützung sie von der JHA benötigen bzw. welche spezifischen Fragen sie im Übergang von der Schule zum Beruf haben. Einige Beispiele sollen hier aufgeführt werden:

  • Recherche freier Ausbildungsplätze
  • Anforderungen/Bewerbungskriterien
  • Erstellen/Überarbeiten von Lebensläufen
  • Anschreiben formulieren
  • Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche
  • Auswahlverfahren bei Bewerbungen
  • Bewerbungsverfahren

Um den Jugendlichen die einzelnen Schritte im Bewerbungsprozess zu vereinfachen, wurden Arbeitsblätter und Checklisten erstellt, an denen sie sich orientieren können.

Januar, Februar: Aktive suche nach freien Ausbildungsstellen & Bewerbungen schreiben

Nach der Interessensfindung wurde nun der aktive Bewerbungsprozess gestartet und mit jedem/jeder Jugendlichen ein aktueller Lebenslauf erstellt oder ein bestehender aktualisiert, sowie aktiv nach freien Ausbildungsplätzen gesucht. Hierfür haben wir auf verschiedenen Internetportalen nach Inseraten recherchiert. Herausgesucht wurden vorerst meist drei bis vier Betriebe, bei denen sich der jeweilige Jugendliche dann mit dem individuell erstellten Unterlagen (Lebenslauf, Anschreiben, Zeugniskopien) beworben hat. Beim erstellen der Anschreiben wurde vorab mit den Jugendlichen besprochen, was alles in ein Anschreiben muss und wie dieses aufgebaut ist. Die Jugendlichen haben hier schon einige Fortschritte gemacht und sind nun um einiges Selbständiger beim Erstellen einer Bewerbung geworden. Zu dem konnten teilweise schon Praktikumsplätze der Einladungen zum Vorstellungsgespräch erlangt werden. Mit einigen Jugendlichen wurden zu dem Termine für einen Besuch bei der Agentur für Arbeit gemacht, um deren Jobbörse als weitere Suchmöglichkeit zu nutzen. Hier besteht die Möglichkeit nochmals Persönlichkeitstests mit den Teilnehmern durchzuführen oder individuelle gegeben falls erforderliche Hilfen während der Ausbildung zu beantragen.

Am 09.02.2019 haben wir die Ausbildungs- und Studienmesse „Einstieg“ in Köln-Deutz besucht. Vorort haben sich 270 Unternehmen und Hochschulen mit ihrem Studien- und Ausbildungsangeboten  vorgestellt. Für die jugendlichen Besucher eine optimale Gelegenheit, um sich an einem Ort über die Berufswahl zu informieren, persönliche Kontakte zu knüpfen und Tipps für die Bewerbung zu sammeln. Die Jugendlichen hatten hier die Möglichkeit sich persönlich mit verschiedenen Berufsfeldern auseinander zu setzen und fragen zu den Ausbildungsinhalten, Anforderungen sowie dem Arbeitsalltag zu stellen. Dies war vor allem für die Motivationssteigerung der Jugendlichen sehr hilfreich. Außerdem konnten die Jugendlichen hier das Führen von Gesprächen über und so Sicherheit darin erlangen, was eine gute Übung für Vorstellungsgespräche darstellt.

Mit einigen Teilnehmern konnten bereits Bewerbungen geschrieben und verschickt werden. Insgesamt haben alle Jugendlichen ihren Interessensschwerpunkt gefunden und Selbstsicherheit im Bewerbungsprozess erlangt. Außerdem wissen die Jugendlichen nun auf welche Aspekte sie bei einer Bewerbung achten müssen und was eine ordentliche Bewerbung beinhalten muss. Momentan warten wir noch auf eine Rückmeldung der Betriebe und sind fleißig dabei, weitere Bewerbungen zu verschicken und Praktika/Minijobs zu organisieren.

Zur Eröffnung der Ausstellung „ Blick nach Afrika“- Kulturelle Vielfalt und Bereicherung nimmt die JHA 2000. e.V am 9 Juni als Kooperationspartner des Projektträger „Köln kickt“ teil.

Unter der Unterschrift „Blick nach Afrika“ erarbeitete Köln Kickt mit 10 Kölner Hauptschulen in Kooperation mit der Jugendart-Galerie des Schulamtes für die Stadt Köln, dem Künstler LUTZ Dunsing und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie eine anspruchsvolle Ausstellung zur WM 2010 im Deutschem Sport & Olympia Museum. Die Schülerinnen und Schüler haben sich über das Thema Fußball mit der eigenen Lebenswelt und der gleichartigen Kindern und Jugendlichen in Afrika auseinandergesetzt und dies künstlerisch zum Ausdruck gebracht.

Unter der Leitung von Lisa Cieslik , Künstlerin mit Erfahrung in der Kunstpädagogischen Workshopleitung, wurde das Motto“ Blick nach Afrika“ künstlerisch umgesetzt. Gemeinsam mit Kinder und Jugendliche wurde beschlossen als künstlerisches Stilmittel die Collagen Technik zu benutzten. Hierzu wurden Fotos, Symbole, Flaggen, Zahlen, Texte etc verwendet werden um starke Emotionen aber auch sachliche Informationen zu vermitteln. Im Mittelpunkt stand das Land Kongo

Im Rahmen der erstmaligen Austragung einer Fußballweltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent wird die Welt des Fußballs medial, im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit stehen. Auf unterschiedlichen Ebenen wird der Fußball als Botschafter für mehrere Welten fungieren wie der Welt der Wirtschaft (Sponsoren) der Welt der Politik (Präsidenten der Länder), der Welt der Kultur (Kulturfest WM Eröffnung), der Welt des Sozialem (Entwicklungsprogramme wie z.B. Straßenfußballprojekte). Gleichzeitig werden bei der WM weltweit die Generationen der Kinder, der Jugendlichen, der Erwachsenen und der Senioren durch die Faszination Fußball genauso verbunden wie die Geschlechter MANN und FRAU.

Zusammen mit den Olympischen Spielen ist die Austragung der Fußballweltmeisterschaft das einzige Ereignis dass es vermag für einige Wochen, Wohlstandsgesellschaften und Entwicklungsgesellschaften, in Freude, Harmonie und Fairplay Gedanken zu verbinden.

Fußball verbindet Welten – erstmalig auf dem Kontinent Afrika !!!

Tshikudi Londji ist neuer Sprecher des Forum der Migrantinnen und Migranten ( FdM) im deutschem Paritätischem Wohlfahrtsverband.

Fachtagung des FdM im Paritätischen. am 17.04.2010, Berlin / Neuwahl des Sprecher und des Beirates beim Forum der Migrantinnen und Migranten
Nachdem José Povedano das Fachforum eröffnete, die Anwesenheit von 24 MSO (von den 41 angemeldeten) feststellte sowie die vorgeschlagene Tagesordnung durch die Anwesenden bestätigt wurde berichtete der Sprecher des FdM, Herrn Kenan Kücük über die Arbeit des Forums.
1. Tätigkeitsbericht für den Berichtszeitraum März 2009 bis April 2010 durch Kenan Kücük

Seit der letzten Fachkonferenz des Forums im März 2009 hat sich der Beirat an drei Terminen getroffen. Die Sprecher und Sprecherin sowie die Beiratsmitglieder haben außerdem das Forum in verschiedenen Gremien und Veranstaltungen vertreten.

Die Arbeitsschwerpunkte in dieser Periode lagen insbesondere in folgenden Bereichen:

Positionen zur Bundestagswahl

Nachdem eine gemeinsame Positionierung im Beirat ausführlich besprochen und anschließend beschlossen wurde, konnte diese allen im Bundestag vertretenen Parteien am 19.08.2009 zugeleitet werden.
Sowohl die SPD als auch Bündnis 90/Die Grünen sowie Die Linke haben mit viel Interesse und Zustimmung auf die „Positionen“ des FdM reagiert.

Initiative zur strukturellen Förderung von bundesweit tätigen MigrantInnenorganisationen

Auf Initiative des FdM wurden 8 bundesweite Dachorganisationen von MigrantInnen (sowohl Mitglieder als auch Nichtmitglieder des Paritätischen) ab November 2009 zu verschiedenen Gesprächen eingeladen.
Gespräche mit dem Bundesamt wurden geführt, um die Einrichtung eines Fördertitels ab 2012 möglich zu machen sowie eine Zwischenlösung für die Jahre 2010 und 2011 zu finden. Hierzu wünscht das BAMF, dass der Paritätische Gesamtverband in Zusammenarbeit mit dem FdM eine koordinierende Rolle einnimmt.

Reaktionen auf Äußerungen von Herrn Sarrazin

Nachdem der Beirat sich über Äußerungen von Herrn Sarrazin, die zum Teil beleidigende und zum Teil verächtliche und zynische Äußerungen randständiger Personengruppen in Berlin (mit denen er auf sich aufmerksam machte) auseinandersetzte, beschloss der Beirat in einem gemeinsamen Brief mit der Vorsitzenden des Paritätischen Gesamtverbandes, Frau Merk, ihn zum Rücktritt aus seinem Posten als Spitzenrepräsentant der Bundesbank aufzufordern.

Bildungsinitiative des FdM – Ab (i)n die Zukunft! Eine Kampagne zur Erhöhung der Zahl der AbiturientInnen und Studierenden mit Migrationshintergrund
Der Beirat des FdM hat direkt nach der letzten Fachkonferenz vom 29. und 30. März 2009 beschlossen, sich dem Thema Bildung verstärkt zuzuwenden.
Die Initiative soll dazu beitragen, dass mehr junge Menschen mit Migrationshintergrund das Abitur absolvieren und studieren. Dazu sollen mit anderen Partnern gemeinsam zentrale Aspekte der Bildungsdiskussion aufgegriffen werden und auch konkrete Unterstützungsmöglichkeiten entwickelt bzw. verbreitet werden. Die Zielgruppen der Initiative sind insbesondere junge Menschen mit Migrationshintergrund, Eltern von diesen, Lehrkräfte und andere Akteure aus dem Bildungsbereich, Akteure aus Politik, Migranten(selbst)organisationen, im Bereich Migration tätige Organisationen u.a.

Internetportal des FdM

Um dem Forum eine sichtbare Stimme zu geben, hat der Paritätische Gesamtverband in seiner Homepage ein Internetportal (unter: www. Migration.paritaet.org) eingerichtet. Dort werden Informationen zum Forum der Migrantinnen und Migranten im Paritätischen sowie Stellungnahmen des Forums, Hinweise zu Veranstaltungen und Materialien für Migranten(selbst)organisationen eingestellt und ständig aktualisiert.

Für MigrantInnen(selbst)organisationen im Paritätischen wurde ein passwortgeschützter interner Bereich eingerichtet. Hier besteht die Möglichkeit die internen Aktivitäten des FdM zu beobachten und sich an Diskussionsforen zu beteiligen.

Die Internetpräsenz des FdM zielt darauf ab, sich in der gesamten Migrationsarbeit des Paritätischen zu integrieren und das der Benutzer einen direkten Überblick zu den verschiedenen Programmen des Paritätischen, die für die Migrantenorganisationen von Interesse sind, erhält.

Die Internetseite wird von MitarbeiterInnen des Paritätischen gepflegt und aktualisiert. Es besteht die Möglichkeit Änderungs- bzw. Verbesserungsvorschläge mit einer kurzen E-Mail an qmo@paritaet.org zu senden.

Schlussbemerkung und Ausblick

Insgesamt ist es dem Forum der Migrantinnen und Migranten (FdM) innerhalb kurzer Zeit gelungen als wichtiges Sprachrohr der Interessen von Migrantinnen und Migranten auf Bundesebene wahrgenommen und ernst genommen zu werden.
Dies konnte nur aufgrund des großen Engagement vieler Kolleginnen und Kollegen der beteiligten Organisationen und der engen Kooperation mit dem Paritätischen Gesamtverband gelingen, für das Herr Kenan Kücük sich explizit bedankt.

1. Beitrag von Herrn Thomas Niermann (Abt.Leiter SAIK Paritätischer – GV)

Herr Niermann bedankte sich an dieser Stelle für die geleistete Arbeit des FdM und insbesondere bei Herrn Kenan Kücük sowie den weiteren Beiratsmitglieder für die vielen formellen und informellen Gespräche die geführt wurden, mit dem Ergebnis, dass das FdM sowohl innerhalb als auch außerhalb des Paritätischen in kurzer Zeit als ein zuverlässiger und anerkannter Partner wahrgenommen wird. Er wünscht sich, dass der neu zu wählende Beirat hier anknüpft und die gute Arbeit weiterführt

3. Wahlen
Die Wahlkommission bestand aus den Personen:

. José Povedano , Filiz Arslan, José Ramón Alvarez
Die vorgeschlagene Wahlkommission wurde von den Anwesenden akzeptiert/bestätigt.
Von der Vollversammlung wurden folgende Personen für den neuen Sprecherkreis und dem Beirat des Forums gewählt:
Sprecher: Tshikudi Londji/Jugendhilfe Afrika 2000 e.V: Stellvertretreterinnen: Frau Neriman Kustul/ AGIJ e.V. Hamburg; Frau Gülsen Celebi/ IFAK e.V. Bochum;

Beirat :Frau Le Huong Giang 2000; Vifi e.V. Vietnamesiche Interkulturelle Fraueninitiative in Deutschland e.V. Witten, Herr Mehmet Alpbek türkischer Elternverein Berlin/Brandenburg e.V. : Herr Shariff Rahim, Shefa-Trankulturelles Centrum in Schleswig-Holstein, Herr Viktor Ostrowski, Phoenix Köln e.V. Kultur- und Integrationszentrum, Frau Lilia Lawruk, Integration- Kultur Zentrum ( IKZ e.V) Haus der Kulturen; Herr IIhan Isözen, Interkulturelle Begegnungsstätte e.V. Lübeck

Geldspende von Toyota für die JHA 2000 e.V.

Das Unternehmen Toyota zeigte in der Person von Frau Alefeld, Manager Corporate PR, ein großes Interesse für das Integrationskonzept der JHA 2000 e.V. Das besondere an diesem Konzept ist dass über die Lebenswelten „ Sport“ und „Musik“ (die für Kinder und Jugendliche wichtig sind) nicht nur interkulturelle Begegnung und Austausch ermöglicht wird, sondern auch eine erfolgreiche Ansprache für das Wichtige Thema der „Integration durch Bildung“ erfolgt. Hier bemüht sich der Verein neben der individuellen außerschulischen Förderung von Migranten (durch Hausaufgabenbetreuung und spezieller Nachhilfe) auch um die Schaffung geeigneter Rahmenbedingung um den „sozialen Aufstieg“ durch Bildung zu sichern.

Genau hier liegt der Anknüpfungspunkt zum gesellschaftlichen Engagement des Unternehmens Toyota, das in Porz und in ganz Köln zusammen mit dem Autohaus Mitterer neben den Sponsoring für Nachwuchsförderung im Sport ( z.B. „Kölner Haie“) auch diverse soziale Projekte ( besonders im Jugendbereich) unterstützt.

Beim Toyota Autohaus Mitterer in Köln Porz, überreichte der Geschäftsführer Mario Mitterer für Toyota Deutschland, der Jugendhilfe einen Scheck in Höhe von 1000 €. Das Geld soll im Rahmen des Projektes „Stimme der Jugend“ fließen, wo es darum geht bildungsbenachteiligte Jugendliche mit Migrationshintergrund über die Erlebniswelten „Sport“ und „Musik“ für das wichtige Thema der „Berufswelt“ (Stichwort Übergangs Von Schule zum Beruf/Ausbildung) zu Sensibilisieren. In diesem Zusammenhang wird geplant ein Netzwerk zur Vermittlung von interessanten Schülerpraktikas aufzubauen. Sinn und Zweck dieser Initiative ist es, leistungsorientierten Schüler/innen Strukturelle Rahmenbedingungen zu ermöglichen, die es Ihnen erlauben unter Entfaltung Ihrer Potentiale, erste berufliche Einblicke zu erhalten. Die JHA 2000 e.V. ist bemüht unterschiedliche Sektoren wie Handwerk, Einzelhandel, Dienstleistung und Industrie als Kooperationspartner zu gewinnen.

Dieses Vorhaben stieß beim Autohaus Mitterer und dem Unternehmen Toyota auf eine positive Resonanz und eine Antragstellung bei der Toyota Deutschlandstiftung wurde angeregt.

Besuch vom Goehte Institut bei der Jugendhilfe Afrika 2000 e.V.

Mit dem Projekt „Musik + X“ lädt das Goethe Institut ein zu einem Rundgang durch Genres, Szenen und Lebenswelten aus Deutschland. In einer Ausstellung u. Konzert Tournee die von Osteuropa bis nach Südamerika führt stellen aktuelle Popstars, Rockrebellen, Rappen und DJs von München bis Köln, von Frankfurt bis Jena ihre Musik vor. Einige haben es zu weltweitem Ruhm gebracht. Viele bleiben regional verwurzelt, alle stehen für Popkultur aus Deutschland.

Im Rahmen der Erstellung einer „DVD Musik + X “ wurde auch die Hip Hop Band und Komekaté für das Goethe Institut, in der Einrichtung der Jugendhilfe Afrika 2000 e.V. interviewt. Zunächst einmal ging es darum die musikalischen Anfänge und die künstlerische Entwicklung von einer Jugend Band zu einer angesagten Nachwuchsband nachzuzeichnen.

In diesem Zusammenhang wurden der Journalisten interessante Einblicke in die Jugendkultur vermittelt, die auch stets eine kritische Auseinandersetzung mit dem sozial- räumlichen Milieu ist. Hier wurden Themen wie Jugendgewalt, Diskriminierung aufgrund der Herkunft aber auch Kameradschaft und Lokalpatriotismus diskutiert. Es stellte sich heraus dass diese Themenvielfalt, auch der Nährboden für den Willen zum musikalischen und künsterlischen Ausdruck war.

Mittlerweile hat Komekaté dass sowohl kulturell (Bandmitglieder aus Irak, Kongo, Türkei, Iran, deutsch) wie auch künstlerisch ( Soul, R&B) diverse Einflüsse in Ihrer Musik aufnimmt lokale Klassiker wie „ Hier in Köln Porz“, „ „Bässe in Beton“ oder der „deutsche Orient“ als Mixtape und fredowm Songs herausgebracht . Diese werden überregional von der Musikszene gefeiert.

Wer weiß vielleicht schaffen die Jungs aus Köln Porz, ja den Durchbruch mit ihrem ersten professionell vermarktetes Album „ Schwarz, Rot, Gold“ dass bald in die Läden kommen wird.

Ganz begeistert zeigt sich die Journalisten Kirsten Kummer von dem sozialen Engagement der Bandmitglieder die neben der Ihrer Musik, Medienwissenschaften und Sprachen (Spanisch) an Fachhochschulen studieren. Im Rahmen des Projektes „Stimme der Jugend“ dass vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanziert wird, geben sie für bildungsbenachteiligten Kinder und Jugendliche Musikworkshop. Hier können junge Menschen den kreativen Umgang mit der deutschen Sprache kennenlernen (Reimtechnik, Artikulation, etc) und zugleich wichtige Fähigkeiten im Bereich Ausdruck und Präsentation erwerben.

Hier schließt sich der Kreis, den ein Ziel der “ DVD Musik +X“ ist es eine Präsentations- DVD zu sein um bei auszubildende Deutschlehrer im Ausland, die Lust am lernen der Deutschen zu fördern.

Kirsten Kumnmer , die Journalisten jedenfalls war von Komekaté und der Vereinsarbeit unsere der Jugendhilfe begeistert und bekundete für die Zukunft eine Interesse an weiterer Zusammenarbeit.

Basketballtraining der JHA 2000 e.V. auf den Gummiplatz Josef Strasse.

hen Pfarrgemeinde Sankt Josef, ist es uns möglich auf den Basketball Hartgummiplatz der Pfarrgemeinde (in der Josef Strasse), kostenlose Basketballtrainings anzubieten.

Den Bereich Integration durch Sport bildet ein Schwerpunkt unserer Jugendsozialarbeit. In diesem Themenfeld spielt neben Fußball vor allem Basketball eine zentrale Rolle.

Die Trainings erfolgen unter der Anleitung von Hern Baal , einen diplomierten Sportwissenschaftler und ehemaliger Basketballbundesliga Spieler mit Erfahrung in der Jugendarbeit und Sportmarketing. In einer lockeren und entspannten Atmosphäre leitet er 1x wöchentlich das Training unter dem Motto „ Freude am Spiel“. Trainiert werden circa 24 Jugendliche im Alter zwischen 13 und 18 Jahren die sich die Kosten des Vereinsbeitrages nicht leisten können oder aber außerhalb von ihren Vereinen, ihren „Spielwitz frei „ entfalten wollen. Die deutschen und ausländischen Jugendlichen kommen meist aus einkommensschwachen und Bildungsbenachteiligten Familien und wohnen in den Porzer „ Problemvierteln Finkenberg und Papageiensiedlung“. Etliche Jugendliche nehmen auch an der nachmittäglichen Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe der JHA 2000 e.V. teil.

Das Basketball Training umfasst die Bereiche Kondition, Technik und Mannschafstaktik. Alle Übungen werden spielerisch gestaltet so dass z.B. das oft lästige Konditionstraining in den verschiedenen Ballübungen wie Dribblings integriert wird. Neben der Wurftechnik wird vor allem in vielen Spielen die Mannschaftstaktik eingeübt. Hier bringt Herr Baal als „Coach“ sein ganzes sportwissenschaftliches Fachwissen wie auch seine Erfahrung als Spieler ein. Eingeübt werden neben klassischen Bewegungsabläufe vor allem das „Team Spirit“ also der Teamgeist. Immer wieder geschieht es dass in der Dynamik des Spiels Frustsituationen entstehen und Spieler aus der gleichen Mannschaft, sich gegenseitig beleidigen. Hier wendet der“Coach in Einzel oder Gruppen Gesprächen geschickte Motivationstechniken an. So manches Mal wird das Spiel unterbrochen und über das Mannschaft schädigende negative Verhaltensweisen diskutiert und reflektiert. Da niemand gern häufige Spielunterbrechungen mag, führt diese „Motivationstaktik des coach“ zu einer bewussten Selbst-Disziplinierung der Spieler, die ohne pädagogische Führung nur schwer zu erreichen wäre.

Durch dass regelmäßige Basketballtraining werden somit auf praktische art und weise Werte wie Solidarität, Respekt, und Fairness vermittelt. Das Angebot wird von den Jugendlichen sehr gut angenommen. Gerade zu den Ferienzeiten, bleiben viele Jugendliche aus einkommensschwachen Familien zu Hause. Das Basketballspielen auf den Hartgummiplatz (und unserer Training) ist für viele Jugendliche die wichtigste Freizeitbeschäftigung.

Wie bereits im letzten Jahr ist auch in diesem Jahr geplant, Ende des Jahres, ein Basketballturnier mit 10 Mannschaften, in der Lise-Meitner-Gesamtschule , zu organisieren. Neben dem sportlichen Wettkampf werden Musik-Acts und evtl. auch Diskussionsforen stattfinden. Unter dem Motto „ Sports meets Music“ soll über die Verbindung der für Jugendlichen lebensnahen Welten, Musik und Sport, gezielt gegen Gewalt vorgegangen werden. Es soll wie im vergangenem Jahr ein großes stimmungsvolles Basketballturnier werden an den die Teilnahme anderer Schulmannschaften aus Porz sehr erwünscht wird.

Die Jugendhilfe Afrika 2000 e.V. zu Gast bei der Bundeskanzlerin.

Unter dem Motto „Gemeinsam geht’s – Profis helfen Eltern und Kindern“ diskutierte die Bundeskanzlerin am 30. April mit hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Eltern – und Familienbildung sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Die JHA 2000 e.V. gehörten zu den eingeladenen Experten, die bundesweit in diesen Bereichen arbeiten. Mit warmen Worten eröffnete Bundeskanzlerin Angela Merkel die Veranstaltung, die gekennzeichnet war von einer großen Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Familienbildung und der Kinder- und Jugendhilfe. Die Einladung sollte zeigen, wie wichtig deren Arbeit ist. Allein ein Blick auf den demografischen Wandel in Deutschland mache es erforderlich, Jugendhilfe und Elternbildung mehr in den Mittelpunkt zu stellen. Frau Merkel machte deutlich, dass es notwendig ist, Vernetzung voranzutreiben und das Engagement nach außen sichtbarer zu machen. Besonders erfreut zeigte sich die Bundeskanzlerin über Projekte, die nicht nur in klassischen Zuständigkeiten denken, sondern Durchlässigkeit beispielsweise im Rahmen des Bildungssystems leben, einen Austausch und gemeinsames Tun von z. B. Schulen und Kindergärten anregen und die Eltern mit „ins Boot holen“.

Unterstützende Maßnahmen der Bundesregierung. Zu oft wird bei Problemen nur auf das Kind geschaut, die Eltern hingegen werden vernachlässigt. Doch gerade überforderte Eltern brauchen Ermutigung, mit denjenigen in Kontakt zu treten, die Hilfe leisten können. Dazu ist ein gut ausgebautes System von Einrichtungen notwendig, an die man sich wenden kann.

Daher hat die Bundesregierung die Stärkung der frühkindlichen Betreuung sowie die Einrichtung von Mehrgenerationenhäusern vorangetrieben. Zudem gilt in der jetzigen Wirtschaftskrise: Bei Bildung und in der Kinder- und Jugendhilfe wird nicht gespart! Zwei Drittel seiner Gelder aus den Konjunkturpaketen stellt der Bund zur Förderung kommunaler Investitionen im Bildungsbereich zur Verfügung.

Dialog zwischen Politik und Bürgern erwünscht. Die Bundeskanzlerin ermunterte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ihre Erfahrungen und Ideen in die Politik einzubringen, sei es in den Kommunen, auf Landes- oder auf Bundesebene. “Ihre Anliegen sind auch meine Anliegen”, bekräftigte sie.

Anschließend gab es für die eingeladenen Experten die Möglichkeit sich im Foyer über die Vereinsarbeit auszutauschen. Abgerundet wurde der Tag im Bundeskanzleramt durch ein leckeres Büffet mit anschließenden 45 minütigen Führungen durch das Bundeskanzleramt.

Besuch von Herrn Kufen, Integrationsbeauftragter des Landes NRW, in unserer Einrichtung

Dank einer Anfrage des Integrationsbeauftragten Herrn Kufen, hatten wir die Ehre Ihn in unseren Räumlichkeiten empfangen zu dürfen. Ein erster Kontakt hatte sich bei der Preisverleihung im Rahmen des vom Land NRW veranstaltet „Kilimandjaro Wettbewerbes“ ergeben. Sinn und Zweck des Wettbewerbes war es, die NRW tätige Vereinsarbeit von afrikanischer Einrichtung zu fördern und zu würdigen. In diesem Zusammenhag wurde der JHA 2000 e.V. vom Integrationsbeauftragten Herrn Kufen, in der Kategorie „Medien und Öffentlichkeitsarbeit“ ein Siegerpreis in Form einer Urkunde und 500 € überreicht.

Am Freitag den 8 Mai konnte Frau Mews, die Vorsitzende der JHA 2000 e.V. nun Herr Kufen in der Einrichtung empfangen. Nach einer kurzen Begrüßungsrede, der eine Führung durch die Einrichtung folgte, wurde den Integrationsbeauftragten in einer kleinen Runde die Schwerpunkte des Vereins vorgestellt. Der Gesprächskreis bei dem der Vorstand und einige Mitarbeiter der JHA teilnahmen wurde auch von zwei Journalisten ( Kölner Stadtanzeiger/ Kölnische Rundschau) begleitet. Sie erfuhren, dass der Bereich „Integration durch Sport“ neben dem Bereich „Integration durch Musik“ ein wichtiger Pfeiler beim interkulturellen Austausch von Kindern und Jugendlichen ist. Herzstück der Vereinsarbeit der JHA 2000 e.V. jedoch die „Integration durch Bildung“ sei. Hier bemühen wir uns neben der individuellen außerschulischen Förderung von Migranten (durch Hausaufgabenbetreuung und spezieller Nachhilfe) auch um die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen um den „sozialen Aufstieg“ durch Bildung zu sichern.

Herr Kufen betonte in diesem Kontext auch die Wichtigkeit von Elternarbeit und lobte die aktuelle laufenden Projekte“ Stimme der Jugend“ und „ Ein Familienförderansatz für Migranten“, die genau dort ansetzten. Nach einer gemütlichen Kaffe und Kuchen Pause, wurde der zweite Teil des Empfangs-
Programm eröffnet:

Eine offene Gesprächsrunde mit der Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen.

Gegen 16 Uhr trafen zahlreichen Kinder und Jugendliche in der Einrichtung ein und füllten schnell den Konferenzraum. In der vom Vorstandsprecher Tshikudi Londji moderierten Gesprächsrunde, kam es zu einem interessanten halbstündigen Austausch zwischen den Jugendlichen und dem Integrationsbeauftragten. Nach einer Kurzen Vorstellung der politischen Arbeit eines Integrationsbeauftragten, wurden zahlreiche Fragen an Herrn Kufen gestellt. Er antworte auf Fragen hinsichtlich seines politischen Werdeganges und gab auf die Frage was für Ihn eine gelungene Integration sei folgende Antwort:“ Da wo es keine Unterschiede mehr gibt“.

Mutig griff er auch dass wichtige Thema, der unterschiedlichen Behandlung von Migrantenkindern in deutschen Schulen auf und sagte dass „ Karrieren im Beruf und in der Schule dürfen nicht von Zufälligkeiten oder dem Einkommen der Eltern und schon gar nicht von deren Hautfarbe abhängen“. Leider gehe die Schere zwischen Migranten, die es schaffen und solchen, die versagen, immer weiter auseinander. „Es gibt durchaus dunkelhäutige Chefärzte, aber auch immer mehr Schulabbrecher sagte Herr Kufen.“ Als eines der großen Probleme sieht Kufen dabei die Ausbildung der Lehrer. Es. gebe nach seiner Ansicht viel zu wenige ausländische Lehrer und bei vielen Pädagogen auch erhebliche Vorurteile gegenüber Schulkindern aus Migrantenfamilien. Das bestätigten auch die beiden Schüler Jordi und Jonathan.

„Der Übergang von der Schule in den Beruf ist die Baustelle, auf der wir arbeiten müssen“ erklärte Kufen. Und genau dort setzt auch das Projekt „Stimme der Jugend“ an. Unser Projekt wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanziell unterstützt, weil wir damit die soziale und berufsorientierte Integration von Jugendlichen fördern und deren Eltern in den Prozess mit einbeziehen.

Für die offene und aufgeschlossene Art mit der Herr Kufen im Austausch mit den Jugendlichen trat gab es von den jugendlichen rundweg eine positive Resonanz. Dies bestätigen Ausdrücke wie „locker“, “cool“ „aufmerksam“. Sie zeigen deutlich die Sympathien die den Integrationsbeauftragten, nach der Begegnung, entgegengebracht wurde.

Zum Abschluss des Besuches gab es eine musikalische Kostprobe der Jugendlichen aus dem Workshop „Stimme der Jugend“. Die im Workshop vorbereiten, eigenen Rapsongs wurden von Jordy, Robby, und Jonathan mit viel Enthusiasmus, Spielwitz und musikalischem Talent vorgetragen. Die Gruppe Komekaté setzte mit Ihrer sehr dynamischen „Performance“ noch einen drauf, und begeisterte Publikum und Journalisten.

Herr Kufen war von den beiden Auftritten sehr angetan und lud spontan die Gruppen zum Bühnenauftritt beim NRW- Tag in Hamm, den Landesgeburtstag, ein. Nach einem schönen Fotoshootting mit Kindern, jugendlichen und Mitarbeiter des Vereins JHA 2000 e.V., bedankte sich die Vorsitzende Frau Mews bei Herrn Kufen für die positive offensive Ausübung seines Amtes als Integrationsbeauftragter und sprach zugleich die Hoffnung aus gemeinsam mit Ihm den begonnenen Kommunikationsprozess Fortsetzen zu dürfen.

Jugendhilfe Afrika 2000 e.V. In Kooperation mit Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

23. internationaler Workshop für Führungskräfte der Landjugendarbeit. Jugend von Heute – Chance für Morgen“ in Herrsching am Ammersee Deutschland.
72 Teilnehmer aus 38 Ländern (von 4 Kontinenten), ein Bericht von Dipl. Agraringenieur René Mews – Jugendhilfe Afrika 2000 eV.

Workshopleitung: Herr Dr. Wulf Treiber und Herr Gunther Strobel
Dozenten: Frau Anelia Coetzee, Herr Jonathan Cook, Herr Jean Markidès, Prof. Dr. Werner Michl, Frau Birgitt Reisenweber und Frau Gabriele Rösing

I. Teil: „Eröffnung und Präsentation der Länder“

1. Tag: Offizielle Eröffnung des Workshops mit persönlicher Vorstellung der Teilnehmer nach alphabetischer Reihenfolge der Länder. Einteilung in Sprachgruppen: 3 englische,1 deutsche,1 französische jeweils ca. 15 Teilnehmer.

II. Teil: „ Qualifizierung von Führungskräften für ländliche Entwicklungsmaßnahmen“

1. Tag: Grundlagen erfolgreicher Teamentwicklung, 2. Tag: Vermittlung sozialer und methodischer Kompetenz, 3. Tag: Führung als Herausforderung, 4. Tag: Kommunikation und Präsentation als Schlüsselkompetenz, 5. Tag: Das gastgebende Land kennen lernen

In diesem Teil wurde die Teamfähigkeit durch Gruppenübungen verbessert, nach den Übungen wurde diskutiert. Theoretisch wurde Wissen über einzelne Charakteren in Gruppen vermittelt.
Die Teilnehmer haben ihre Erwartungen und Einstellungen zu dem Workshop dargestellt. Jeder Teilnehmer hat sich in einer kurzen Präsentation persönlich vorgestellt. Abends gab es Länderpräsentationen der Teilnehmenden Länder.
Am Sonntag gab es eine Stadtbesichtigung von München.

III. Teil: „ Lebens- und Arbeitsbedingungen der Jugend im ländlichen Raum verbessern“

1. Tag: Ideen und Impulse für ländliche Entwicklung, 2. Tag: Perspektiven für die Jugend auf dem Land, 3. Tag: Lösungsstrategien für eine erfolgreiche Jugendarbeit, 4. Tag: Erfahrungs- und Ideenaustausch über innovative Entwicklungskonzepte,5. Tag: Landwirtschaftliche Familienbetriebe in Deutschland

In diesem Teil wurde 3 bis 4 Themen in den einzelnen Sprachgruppen ausgewählt die dann in einem Open Space diskutiert wurden. Die Ergebnisse wurden in einem Open Markt vorgestellt. Anschließend wurde Gruppen zu 3 oder 4 Personen gebildet die ein Thema bearbeiteten. Diese Gruppen haben dann eine Präsentation Ihres Themas vorbereitet das Sie einer anderen Gruppe vorstellten. Abschließend wurde von jeder Gruppe eine kurze Präsentation (3 Minuten) vorbereitet die vor allen Teilnehmer gehalten wurde.

IV. Teil: „ Eigenverantwortung in der ländlichen Entwicklung“

1. Tag: Ausarbeitung eines individuellen Aktionsplanes,2. Tag: Persönliche Umsetzungsstrategien festlegen, 3. Tag: Konkrete Konzepte für die Landjugendarbeit
In diesem Teil wurde von jedem Teilnehmer ein Aktionsplan ausgearbeitet den er in seiner Heimat umsetzt. Eine kleine Auswahl wurden vor allen Teilnehmer präsentiert.

V. Teil: „Ergebnispräsentation und Abschluss“

Hier wurde lediglich noch der Workshop von jedem Teilnehmer bewertet. Zum Abschluss wurden noch Vorträge, unter anderem von Minister Horst Seehofer, gehalten. Abschließend wurden die Teilnahme Urkunden überreicht und der Workshop festlich beendet.

Folgende Ausflüge und Freizeitaktivitäten wurden angeboten:
Bayerischer Abend mit bayerischer Musik, Internationaler Abend (die Teilnehmer aus den verschiedenen Länder haben ein Tanz, Lied, Gedicht aus Ihrem Land vorgetragen.
Stadtbesichtigung von München, Fachexcursionen (z.B. SOS-Kinderdorf, Stadtentwicklung), Wanderung zum Kloster Andechs (ca. 1,5 Stunden), Einen Tag in einer bäuerlichen Familie
Abend mit sportlichen Aktivitäten, Abschluss excursion in die Alpen

Mein persönliches Fazit:

Dieser Workshop war eine wunderschöne Erfahrung in meinem Leben. Mit den Teilnehmer hat man sehr Freundschaft geschlossen, die auch nach dem Workshop noch bestand hat.

Es war durchweg eine sehr herzliche und freundschaftliche Atmosphäre im Workshop.

Vor allem durch die Gruppenübungen kommt man sich sehr schnell näher, durch den persönlichen Aktionsplan wird die weitere Zusammenarbeit gefördert, weil man Hilfe bekommt von Leuten die sich mit dem jeweiligen Thema besser auskennen. Für mich eine sehr positiv Erfahrung die meinen Charakter verbessert hat.

Dipl. Agraringenieur René Mews